Unsere Forderung:

Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern

 

Die eigenen Kinder gut und ausreichend betreut zu wissen, ist der Schlüsselfaktor, um Beruf und Familie leicht vereinbaren zu können. Nur ein flächendeckender Ausbau – vor allem in der schulischen Nachmittagsbetreuung – stellt sicher, dass Österreich im EU-Vergleich nicht den Anschluss verliert.



Bei einer umfassenden Kinderbetreuung, die sich am Bedarf des modernen Familienlebens orientiert, hat Österreich dringenden Handlungsbedarf. Elternschaft bedeutet hierzulande nach wie vor großteils keine oder eine reduzierte Berufstätigkeit: Die meisten Mütter, insbesondere von Kleinkindern, arbeiten in Teilzeit oder stehen dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung. Als Gründe für Teilzeitbeschäftigung waren laut einer Untersuchung der Statistik Austria bei 37 % der Frauen Betreuungspflichten für Kinder oder pflegebedürftige Familienmitglieder ausschlaggebend (Männer: 5,1 %). In der Altersgruppe von 30 bis 44 Jahren nannten sogar 67,0 % der Frauen (13,2 % der Männer) Betreuungspflichten als wichtigsten Grund.

Einer der zentralen Faktoren dafür, um Familie und Beruf zu vereinen, sind Öffnungszeiten und Flexibilität von Betreuungseinrichtungen. Beides ist in Österreich gelinde gesagt ausbaufähig, vor allem im ländlichen Bereich. Während etwa im Handel Öffnungszeiten stetig ausgebaut werden, bleiben Betreuungsangebote – vor allem für die Altersgruppe 0-3 Jahre oder im Hort-Bereich – auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Beispielsweise haben die Hälfte aller Betreuungseinrichtungen in Vorarlberg nur bis 15.30 Uhr geöffnet, zwölf Stunden oder mehr Betreuung pro Tag bieten in ganz Österreich nur 965 der insgesamt 9297 Kindergärten, Krippen und Horte, die meisten davon in Wien.

Die Folge: Mütter kehren in Österreich spät in den Beruf zurück und bleiben oft bis zur Pensionierung in Teilzeit. Nicht nur, dass ihre Karrierechancen somit auf der Strecke bleiben, so sind auch geringere Pensionsbezüge und damit höhere finanzielle Abhängigkeiten die logische Konsequenz.

Unternehmen Zukunft fordert daher einen flächendeckenden, zügigen Ausbau der Betreuungsangebote und dessen Verankerung im nächsten Regierungsprogramm. Klicken Sie hier um in unserem Grundsatzpapier weiterzulesen.